Inspiration

Wandel vom Verstand zum Gefühl

Erblühen

Ich bin im Moment ein einziger Wandel, entdecke Altes neu und merke wie vieles für mich einfach nicht mehr wahr ist. Ich war sehr verstandesbezogen, habe meinen Gedanken geglaubt, diesem ewigen Geplapper geboren aus vergangenen Erfahrungen und dem was ich aus meinem Umfeld entnommen habe. Wie verrückt das doch ist. Wie unglücklich mich das gemacht hat.

Es geht auch ganz anders

Mein Verstand ist wie ein Kind, dass Aufmerksamkeit und Anerkennung möchte. Für all die Ängste, Warnungen, Wahrheiten die er mir ständig ins Ohr flüstert, soll ich also auch noch ein „Ja super“ übrig haben? Aber was ist denn, wenn das alles gar nicht stimmt? Da kommen wir wieder zu meinem Lieblingssatz aus meinem letzten Beitrag: „Wer sagt das?“ Mein Verstand beurteilt alles und Jeden im Abgleich mit Erlebnissen aus meiner Vergangenheit oder mit dem scheinbaren Wissen was andere Menschen haben (angelesenes, anerzogenes und so weiter). Aber bei dieser Herangehensweise fehlt ein großer Teil. Wenn ich nur auf meinen Verstand höre, dann bleibe ich stehen. Hier ist es sicher, alles super. Nur… was ist mit meinen Gefühlen? Was ist, wenn ich mich eben nicht wohl damit fühle, was gerade ist? Wenn mein Verstand mich in Angst und Schrecken, in Sorgen und Enge versetzt? Wie soll ich das aushalten?

Du bist nicht deine Gedanken

Wach auf Mensch, du bist gar nicht deine Gedanken. Genau genommen – und ich weiß wie verrückt das klingt – bist du nicht mal dein Körper. Aber dazu ein anderes mal mehr. Ich bin nicht meine Gedanken, ich bin Energie und Gefühl. Was macht das mit mir, wenn ich meinem Verstand folge und mein Gefühl zurücklasse? Es macht mich unglücklich, ängstlich und das äußert sich bei mir durch depressive Phasen. Das will ich nicht mehr. Ich habe mich verabschiedet aus diesem Kreis der illustren Verstandesmenschen. Es tut mir schlicht nicht gut, zu tun „was man eben so macht“.

Wie komme ich zur Freude?

Diese Seite heißt ja nicht umsonst <<Lebe deine Freude>>! Ich habe mich immer wieder gefragt: wie geht das denn? Das mit dem Glücklichsein? Wie machen die Menschen das? Ich hätte auch gern jemanden gehabt, der mir sagt: Das ist richtig und das ist falsch. So ein Navigator. Das war das Highlight für meinen Verstand: „Hey, hier bin ich, ich zeig dir was gut ist und dich glücklich macht und noch viel mehr was nicht!“ Aber er hat gelogen, er konnte es nicht wissen, er wird es auch nie wissen. Denn mein Verstand schaut nur nach hinten. Nicht mal ins Jetzt, nein, nach hinten in die Vergangenheit.

Was bleibt denn dann? Wer kann denn Navigator sein? Das war die Frage in den letzten Jahren und ich habe die Antwort gefunden. Mein Gefühl. Dieses kleine Ding irgendwo im Bauch oder Herz, ganz egal wo, es ist da. Es ist klitzeklein in mir gewesen und hat sich kaum durchkämpfen können, durch all diese Verstandesstrukturen. Bis ich es gesucht habe.

Folge deiner Freude

Und nun? Was fange ich an mit diesem Gefühl? Ich kann doch nicht einfach nur tun, was mir gut tut oder kann ich doch? Wie unmöglich, nur zu tun, an was man Freude hat. Erzähl das mal jemanden da draußen. Du wirst nicht nur Unglauben sondern auch noch richtig böse Worte ernten. Warum denn nur? Nur weil du tust, an was du Freude hast und andere das sich nicht zugestehen? Es ist kein „ich kann das nicht, weil… [Verstandgeplapper]“ sondern ein ehrlich gesagtes „ich gestehe mir das nicht zu, weil das wäre ja egoistisch, wenn ich nur an mich denke“. Ich sage dazu: Wenn jeder mal an sich denken würde, wäre an jeden gedacht.

Ist das die Frage? Für mich ist die Frage, bei mittlerweile nahezu allem (am Rest arbeite auch ich noch!): folge ich meiner Freude oder tu ich es nicht. Das kann Arbeit sein, weil ich meinen Verstand ja auch irgendwie zur Ruhe bringen möchte, daher höre ich ihm zu, aber ich folge ihm nicht mehr. Das ist auch kein Prozess von heute auf morgen – für mich jedenfalls nicht. Aber glaube nicht meiner Wahrheit, finde deine Eigene –> vielleicht ist es für dich eine Entscheidung und BÄMM, so läufts ab jetzt – Gratuliere. Ansonsten hilft das weiter:

Das Rezept:

Jeden Tag ein bisschen mehr von dem was Dir gut tut.
Jeden Tag ein bisschen weniger von dem was Dir nicht gut tut.

Mehr braucht es nicht. Wie schön sich das anfühlt, wenn ich mir die Ruhe nehme und lausche. So einfach ist es am Anfang nicht, diese kleine Stimme überhaupt zu hören, diesen Gefühlen zu vertrauen die da kommen, sie überhaupt erstmal richtig zu fühlen. Aber ich lerne es mit jedem Tag ein Stückchen mehr und werde wacher dabei. Mir die Zeit zu nehmen und wach zu lauschen, was denn wirklich die Antwort ist, ist ein echtes Geschenk. Ich freu mich drauf, es fühlt sich an wie Aufblühen!

 

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